Deutscher Waldpädagogikpreis 2014 geht an Naturschule Ortenau

Die Naturschule Ortenau, ein Netzwerk aus acht regionalen Bildungseinrichtungen, hat in diesem Jahr den Deutschen Waldpädagogikpreis 2014 gewonnen. Dieser Preis wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gemeinsam mit dem Stifter des Preises Evonik Industries AG jedes Jahr vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Nach Ansicht der Jury wurde das diesjährige Schwerpunktthema „Kooperationen“– gemeinsam ist man stärker“ von der Naturschule Ortenau am besten umgesetzt. Die Naturschule Ortenau ist ein Netzwerk aus acht regionalen Bildungseinrichtungen im Ortenaukreis (Baden-Württemberg).  Mit der Naturschule können Kinder und Jugendliche die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft der Region erleben und erforschen.
Zu der ausgezeichneten Kooperation gehören unter anderem das Naturzentrum Rheinauen der Gemeinde Rust, das Naturschutzzentrum Ruhestein im Nationalpark Schwarzwald und das Amt für Waldwirtschaft Offenburg mit ihren waldpädagogischen Schwerpunkten. Dabei decken die Partner ganz unterschiedliche Naturräume ab – von den Auenwäldern der Rheinebene bis zu den Hochlagen des Schwarzwaldes. Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach bringt die historische und kulturelle Perspektive ein, das Ernährungszentrum Südlicher Oberrhein in Offenburg den Blick auf Landwirtschaft und Ernährung und die Hochschule Offenburg geowissenschaftliche Grundlagen und Know-how zu erneuerbaren Energien. Das Staatliche Schulamt Offenburg begleitet die Naturschule inhaltlich-didaktisch, die Bildungsregion Ortenau e.V. koordiniert gemeinsame Aktionen und die Öffent-lichkeitsarbeit.

Der Preisträger 2013: Musical Incanemulo der Regelschule Mihla

 

Nach Ansicht der Jury wurde das diesjährige Schwerpunktthme "Nachhaltigkeit erleben und gestalten" von dem Musicalteam des Schulfördervereins der Reglschule Mihla am besten umgesetzt. In dem von den Schülern selbst erarbeiteten und aufgeführten Musical, das unter anderem von der Heidehof-Stiftung gefördert wird, werden Nachhaltigkeitsthemen rund um den Wald hervorragend thematisiert und vermittelt.

 

"Wir freuen uns riesig über diese besondere Auszeichnung. Unser Musical Incanemulo ist eine Hommage an den Wald, seine Schönheit und seine Bedeutung als Lebensraum. Mit der musisch-kreativen Bearbeitung können wir die Schüler für Schlüsselthemen wie nachhaltige Entwicklung öffnen und begeisetrn", sagte Projektkoordinator Jörg Klingelhöfer in Erfurt. "Das Preisgeld soll vor allem der Erstellung einer Audio-CD mit informativem Booklet dienen. Sie wird das Projekt dokumentieren und kann auch als Medium in unserer Bildungsarbeit eingesetzt werden." Denn geplant sei eine Anleitung zum Nachinszenieren für andere Bildungseinrichtungen.

Die Preisträger 2012: draußenzeit aus Münster

Projekt »Brachlandnutzung in Städten«

Die Natur- und Wildnispädagogen von „draußenzeit“ aus Münster konnten mit ihrem Projekt „Brachlandnutzung in Städten“ alle Mitbewerber hinter sich lassen und haben zum Thema „Stadt und Wald“ den 3. Deutschen Waldpädagogikpreis gewonnen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

»draussenzeit« ist ein gemeinnütziger Verein für Wildnispädagogik und Prozessbegleitung, dessen Hauptanliegen es ist, die uralte Verbindung des Menschen zur Natur zu beleben und zu stärken. Dies geschieht durch die Vermittlung von Wissen über die Natur und vor allem dadurch, dass „draußenzeit“ Menschen die Erfahrung ermöglicht, mit der Natur statt gegen sie zu leben.

Zentral ist dabei das Gefühl der eigenen Zugehörigkeit zur Natur. Die Ruhe der Wälder erinnert an die eigene Natur des Menschen und ermöglicht jedem ein Besinnen auf das Wesentliche in seinem Leben. „draußenzeit“ bietet Erwachsenen in Seminaren den Rahmen für Reflexion und Neuausrichtung; gibt Jugendlichen Starthilfe in ein gelungenes Erwachsenwerden, und steht Kindern beim Erforschern der Natur und der eigenen Möglichkeiten unterstützend zur Seite. Auch ganze Klassen und Einrichtungen der Jugendhilfe können in das schön gelegene Tipicamp Hembergen fahren.
Weitere Infos unter www.draussenzeit.de.

Die Preisträger 2011: die Münchener Serviceagentur KREATIVO
mit Stefan Asenbeck (3.v.l) und Michaela Soiderer (4.v.l.).

Ökologie- und Kunstprojekt »Wald der Bilder«

Der »Wald der Bilder ist ein Gemeinschaftsprojekt der Münchner Serviceagentur KREATIVO und dem Team vom AmVieh-Theater. Entlang des Natur-Kunst-Pfads können Besucher verschiedene Skulpturen, Gemälde und poetische Texte bestaunen. Diese erscheinen zunächst nur als leuchtende Farbkleckse, fügen sich aber - wenn man den passenden Standort einnimmt - zu faszinierenden Bildern zusammen. Zudem können die Pflanzen und Tiere des Waldes mit allen Sinnen erfahren werden.

Neben Führungen werden offene Aktionstage oder individuelle Programme für Gruppen angeboten. Mitmachen kann grundsätzlich jeder, spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Offenheit und Begeisterungsfähigkeit für Neues, Teamgeist, sowie Erd- und Waldverbundenheit und ein bisschen Geduld sind aber gute Voraussetzungen.

www.wald-der-bilder.de



Träger des Deutschen Waldpädagogikpreises 2010

„Cadolzburger Waldmärchen“
Runder Tisch „Umweltbildung“ im Landkreis Fürth
Bei diesem historisches Rollenspiel steht die Cadholzburg im Jahr 1440 im Mittelpunkt. Der Fürst und Ehemann der „schönen Els“ ist von der Jagd nicht nach Hause zurückgekehrt. Keiner weiß, was passiert ist. Die Fürstin ist in tiefer Trauer, während auf der Burg das Brenn- und Bauholz sowie die Wasservorräte knapp werden. Ein Schaden an der Burgmauer muss schnellstens repariert werden, aber das benötigte Steinmaterial fehlt. So sucht die „schöne Els“ nach tapferen Gefolgsleute, die ihr helfen, diese Probleme und das Rätsel um ihren verschwundenen Ehemann zu lösen.
Das abenteuerliche Erlebnis ist für Kinder der zweiten bis fünften Grund- und Hauptschulklassen konzipiert. Das spannende Rollenspiel ist als Projektwoche konzipiert, die mit zahlreichen waldpädagogischen Aktionen verknüpft ist. Das Waldmärchen ist in den gesamten schulischen Ablauf der Klasse eingebunden. Fächerübergreifend beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der regionalen Geschichte (damals und heute), der Zukunft, den Ressourcen (Holz und Wasser) und der Bedeutung der Region.
Das Projekt setzt die Gedanken und Ideale der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hervorragend in die Praxis um. Erlerntes Fachwissen aus dem Unterricht muss unter Beweis gestellt werden und durch experimentieren Lösungen gefunden werden.
Die Kinder erleben durch das Rollenspiel hautnah die zeitlichen Dimensionen der Nachhaltigkeit. Es wird deutlich, dass Erfahrungen aus der Vergangenheit und die Situation in der Gegenwart zur Gestaltung einer sozial gerechten Zukunft hilfreich sind.

www.umweltbildung-lkr-fuerth.de